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Jägerkompanie
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Die Ausrüstung der Jäger unterschied sich in vielen Dingen grundsätzlich von den anderen Soldaten des Leichten Bataillons. Der Rock war sowohl in der Ausführung wie der Farbe völlig anders. Er bestand aus grünem Tuch, innen gefüttert, mit grünen Rockschößen. Rabatten, Ärmelaufschläge und Kragen waren aus rotem Material. Anstelle von Messingknöpfen hatten die Jäger Zinnknöpfe, sogenannte "weiße Knöpfe". Die Knöpfe auf den Rabatten waren nicht, wie bei der Musketieruniform, in gleichmäßigen Abständen angebracht, sondern die Knöpfe wurden in Abständen - ein Knopf - zwei Knöpfe - ein Knopf verwendet. Die ärmellose Weste bestand ebenfalls aus grünem Material. Geschlossen wurde sie mit Zinnknöpfen. Kniebundhosen - später in Kanada aus Braunschweig in Leder angeliefert - zusammen mit grauen Gamaschen vervollständigten die Uniform der Jäger. Alle Mitglieder der Jägerkompanie trugen einen weiß-gelben Hutbüschel und Hutkordon. Die Unteroffiziere der Jägerkompanie trugen die gleiche Uniform wie die Jäger.
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A U S R Ü S T U N G S G E G E N S T Ä N D E
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Die Jäger trugen den gleichen Tornister wie die Musketiere. Anstelle eines Säbels wurde von den Jägern ein Hirschfänger geführt, der möglicherweise auf die Büchse aufgepflanzt werden konnte. Bislang fand sich jedoch kein Belegexemplar mit einer Befestigung, auch die vorhandenen Hirschfänger im Landesmuseum Braunschweig weisen alle keine Befestigung auf, so dass wir davon ausgehen können, dass zumindest nicht serienmäßig jeder Jäger über ein als Bajonett verwendenbaren Hirschfänger verfügte.
Die Patronentasche war die sogenannte Kartusche, die mit einem Riemen um die Hüfte getragen wurde. Der Munitionsvorrat betrug wahrscheinlich zwischen 20 und 24 fertig gedrehten Papierpatronen. Wir gehen davon aus, dass die Kartusche der Jäger kein Embloem trug. Ein Schlachtfeldfund bei Bennington lässt sich den Dragonern zuweisen.
Die Büchse hatte ein Kaliber von 16 bis 18 mm, die Bezeichnung ist allgemein .54 für diese Größe. Durch den gezogenen Lauf war es den Jägern möglich, auf Distanzen bis 200 Meter genau zu treffen, d.h., ein Ziel in Mannesgröße. Das Laden der Büchse dauerte länger als das Laden einer Muskete. Wahrscheinlich waren die Jäger auch mit sogenannten Rollkugeln ausgestattet, die, wie der Name sagt, in den Lauf rollten, um so dem Schützen ein schnelleres Laden in Notsituationen zu ermöglichen. Zum genauen Schuß wurde ein Leinenläppchen, das mit Talg getränkt war, umdie Kugel gelegt. Lappen und Kugel schlug man dann mit einem kleinen Holzhammer in die Mündung, der Hammer wurde umgedreht und mit dem Stiel die Kugel weiter in den Lauf gepresst. Als nächstes wurde mit dem Ladestock die Kugel nach unten auf die Pulverladung gepresst, mit dem Zündkraut auf der Pulverpfanne war man dann schussbereit. Das Pulver der damaligen Zeit war sehr grob und hinterließ starke Rückstände im Lauf. Das langsame Laden war der große Nachteil aller gezogenen Waffen. Das große Kaliber erzeugte aber auch eine entsprechende Wirkung im Ziel, die durch das gegossene Blei noch verstärkt wurde, da sich die Kugeln beim Aufprall verformten. Das große Kaliber der deutschen Büchsen war den leichteren amerikanischen Büchsen überlegen. Die schweren Läufe reduzierten den Rückstoß der Waffe. Diese kurze Waffe war in der nordamerikanischen Wildnis, insbesondere im Wald, ideal. Bei vielen deutschen Jägerbüchsen war der kleinste Außendurchmesser des Laufes ungefähr 250 mm von der Mündung entfernt, dann erweiterte sich der Durchmesser des Laufes wieder zur Mündung hin. Das reduzierte das Gewicht des Laufes und verhinderte Schwingungen, die beim Abschuss auftreten konnten.
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