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Braunschweig im 18. Jahrhundert
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H E R Z Ö G E C A R L I . U N D C A R L W I L H E L M F E R D I N A N D
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Herzog Carl I. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1713-1780) regierte das Herzogtum in den späteren Jahren gemeinsam mit seinem Sohn, dem Prinzregenten Carl Wilhelm Ferdinand (1735-1806). Verheiratet war Carl I. mit Philippine Charlotte von Preußen (1716-1801), Schwester Friedrich des Großen, der wiederum seine Schwester Elisabeth Christine (1715-1797) geheiratet hatte. Während seiner Regierungszeit entstand die älteste Technische Hochschule in Deutschland, das Collegium Carolinum in Braunschweig, dem bald ein medizinischer Zweig, das Anatomicum Chirurgicum, folgte. Carl I. förderte nicht nur die Wissenschaft und schönen Künste, sondern kümmerte sich mit zahlreichen Erlassen und Anordnungen um das Wohl seiner Untertanen. Das Herzögliche Leyhaus, aus dem sich die Braunschweigische Landessparkasse entwickelte, entstand so wie auch die Braunschweigische Brandkasse, Vorläufer der Öffentlichen Versicherung. Die Friedhöfe in der Stadt wurden geschlossen, um gesundheitliche Gefahren für die Bevölkerung zu verringern, und die Innenstadt wurde gepflastert und beleuchtet. Die Porzellanmanufaktur Fürstenberg nahm ihre Tätigkeit auf, die Lackmanufaktur Stobwasser wurde in der Echternstraße angesiedelt und gefördert. Im Jahre 1753 wurde die Residenz von Wolfenbüttel nach Braunschweig verlegt und der "Graue Hof", das Schloss am Bohlweg (Vorgänger des jetzt wieder aufgebauten Schlosses), bezogen. Carl Wilhelm Ferdinand heiratete am 16. Januar 1764 die älteste Schwester des Königs von England, Georg III, Prinzessin Augusta von Hannover. Die Regierung übernahm er von seinem Vater dann im Jahre 1773 als Fürst von Braunschweig-Wolfenbüttel, verbunden mit dem Titel eines Herzogs von Braunschweig-Lüneburg. Durch seine Reformen und Neuerungen blühte das Land auf. Als Oberst Fawcitt im Auftrag der englischen Krone die europäischen Verbündeten aufsuchte und um Unterstützung durch deutsche Truppen warb, war es der Erbprinz, der seinen Vater davon überzeugte, dass mit der Entsendung eines Subsidienheeres vielen geholfen war: Viele der freiwillig Geworbenen standen damit in Brot und Sold, das Herzogtum profitierte von den gezahlten Subsidiengeldern und konnte sich von den lang anhaltenden Folgen des Siebenjährigen Krieges (1756-63) endlich erholen.
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